Aktuell scheitert die Auszahlung im Wesentlichen daran, dass es noch Unstimmigkeiten unter den Verhandlungspartnern zur Ausformulierung einzelner Punkte im Text des Tarifvertrags gibt.
Die Redaktionsverhandlungen zwischen Bund und Kommunalem Arbeitgeberverband (KAV Bayern) einerseits und den Gewerkschaften auf der anderen Seite dauern an. Obwohl einzelne Kommunen bereit wären, den Beschäftigten die Erhöhung auszuzahlen, sperrt sich der KAV Bayern. Damit sind allen Kommunen die Hände gebunden. Zudem berufen sich die Arbeitgeber auf technische Probleme bei der konkreten Umsetzung der Erhöhung.
Schon bei Tarifvertragsabschluss kam es zu einer ersten Verzögerung, weil ver.di zum erzielten Ergebnis erst eine Mitgliederbefragung durchgeführt hatte.
Insgesamt warten die Beschäftigten nun schon seit April, also rund ein halbes Jahr auf ihr Geld.
Aus Sicht des BBB ist es nicht nachvollziehbar, dass die Arbeitgeber hier auf Zeit spielen! Man hätte zumindest die prozentuale Erhöhung vorgriffsweise auszahlen können.
Wann ist damit zu rechnen, dass die Erhöhung auf dem Konto ist?
Das ist kaum zu sagen. Die Verantwortung zur Auszahlung liegt allein bei den Arbeitgebern. Dem BBB fehlen insoweit jegliche Einwirkungsmöglichkeiten. Allerdings müssten nun alle Voraussetzungen vorliegen und die Auszahlung demnächst erfolgen.
Eins ist jedoch klar: Wertschätzung sieht anders aus! Es besteht keinerlei Verständnis dafür, den Beschäftigten eine berechtigte Tariferhöhung so lange vorzuenthalten – das Geld muss endlich in den Geldbeuteln ankommen!