Amtsärztliche Untersuchungen, dienstliche Beurteilungen und die Finanzierung von Stellenhebungen beschäftigen nicht nur den Bayerischen Landtag im Rahmen der Modernisierungsgesetze und der Haushaltsplanung, sondern auch die Mitglieder des BBB in ihrem Berufsalltag. Als Ansprechpersonen vor Ort nehmen die Vertreterinnen und Vertreter der BBB-Kreisausschüsse die Erfahrungen, Vorschläge und Sorgen ihrer Mitglieder auf. Im Rahmen der BBB-Kreisausschusstagung bot sich auch dieses Jahr die Möglichkeit, diese Erfahrungen und Fragen mit der Politik auszutauschen.
Aus dem Bayerischen Landtag konnte MdL Dr. Martin Brunnhuber für die Veranstaltung gewonnen werden. Als Vorsitzender des bundesweit einmaligen Ausschusses für Fragen des öffentlichen Dienstes ist er der perfekte Diskussionspartner für die Kreisausschussvorsitzenden. Er berichtete von den aktuell den Landtag durchlaufenden Modernisierungsgesetzen und ging detailliert auf die geplanten Änderungen ein, wie z. B. die Möglichkeit, statt einer amtsärztlichen Untersuchung eine Selbstauskunft in Form eines Fragebogens einzureichen, oder die Erweiterung der Beurteilung um drei weitere Kriterien. Auch die Pflicht, Nebentätigkeiten genehmigen zu lassen, soll weitestgehend entfallen.

Die Anwesenden nutzten die Möglichkeit, auf die Besonderheiten bei den Umsetzungen der geplanten Modernisierungsgesetze in ihren Fachbereichen hinzuweisen. Der Vorsitzende des Ausschusses für Fragen des öffentlichen Dienstes nahm sich viel Zeit für die Fragen und Anregungen. Die Schilderungen der Anwesenden darüber, dass die fehlende Planungssicherheit bei der Zuteilung von Dienststellen junge Polizeianwärterinnen und -anwärter dazu veranlasst, ihr Studium zu beenden, oder Lehramt-Referendarinnen und -Referendare, die aufgrund kurzfristiger Zuteilungen Schwierigkeiten haben, bezahlbare Wohnungen zu finden, nahm Herr Dr. Brunnhuber sehr ernst.
Im Anschluss knüpfte der BBB-Vorsitzende Rainer Nachtigall noch einmal an die Diskussion an und gab einen Überblick über die anstehenden Projekte des BBB.

Teilweise schon seit Jahrzehnten setzen sich die Vorsitzenden der BBB-Kreisausschüsse für ihre Mitglieder vor Ort ein, organisieren erfolgreiche Veranstaltungsformate und pflegen und knüpfen ihre Kontakte zu politischen Vertretern vor Ort. Zu den langjährig Erfahrenen mischen sich auch auf der diesjährigen Kreisausschusstagung neue Gesichter aus frisch gewählten Kreisausschussvorständen.
Gemeinsam mit Michael Blatz, Unternehmens- und Vereinsberater, diskutierte man über verschiedene Methoden und Ideen, um neue Mitglieder vor Ort zu gewinnen und zu halten.
Wir danken allen Kreisausschussvorsitzenden nicht nur für ihr zahlreiches Erscheinen und den angeregten Dialog bei der Tagung, sondern auch für ihr oft jahrelanges Engagement für den BBB vor Ort!