Anstelle einer Weihnachtsfeier veranstaltete der Kreisausschuss Regensburg in diesem Jahr erstmals einen Neujahrsempfang. In den historischen Gemäuern eines Cafés in der Regensburger Altstadt konnte die Vorsitzende Martina Sixt 36 Teilnehmerinnen und Teilenehmer aus 16 unterschiedlichen Fachgewerkschaften begrüßen. „Die Verbände im BBB repräsentieren die Vielfältigkeit des öffentlichen Dienstes“, so die Vorsitzende. In ihrer Begrüßung betonte sie, dass aber alle eint, für einen funktionsfähigen Staat und eine gleichmäßige Anwendung der Gesetze zu stehen.
Als Gastredner konnte der BBB-Vorsitzende Rainer Nachtigall gewonnen werden. Interessiert lauschten die Anwesenden seiner Ausführungen. In seiner Rede betonte Nachtigall die Bedeutung des öffentlichen Dienstes und die Herausforderungen, vor denen die Beamten und Angestellten in Bayern stehen. Er sprach über die Notwendigkeit, die Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst zu verbessern und die Wertschätzung für die geleistete Arbeit zu erhöhen. Angesichts der zunehmenden Aufgaben und Bürokratisierung und dem sowieso schon eklatanten Nachwuchsmangel erscheine die Forderung der Ministerpräsidenten, bis 2035 5.000 Stellen im öffentlichen Dienst abbauen zu wollen, geradezu absurd. Zudem die größten Bereiche Bildung und Sicherheit davon ausgenommen wurden. Außerdem wurde im Kabinett über Einschränkungen im Bereich der Teilzeit diskutiert. Der BBB warnte hier ausdrücklich, dass man damit die Attraktivität des öffentlichen Dienstes einschränke. Nachtigall berichtete weiterhin über die Verhandlungen zum Nachtragshaushalt und die anstehenden Tarifverhandlungen zum TVöD. Die Bayerischen Modernisierungsgesetze zum Bürokratieabbau hätten leider nicht den großen Wurf gebracht.
Die Teilnehmer hatten dann die Gelegenheit, eigene Anliegen direkt anzusprechen und Rainer Nachtigall Fragen zu stellen. Davon machten sie rege Gebrauch. Martina Sixt beendete den Empfang mit dem Hinweis auf das anstehende Programm im Jahr 2025 und lud alle Anwesenden ein, sich wieder zahlreich zu beteiligen, aber gerne auch eigene Ideen für Veranstaltungen einzubringen. Auch Rainer Nachtigall ermunterte, die Treffen im Kreisausschuss für den Austausch zu nutzen.