Zur aktuellen Lage

Zeiten des Umbruchs

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

gerade haben die Schlichter im Tarifstreit des TVöD ihre Einschätzung an die Tarifpartner übermittelt. Es bleibt abzuwarten, wie diese damit umgehen. Es bleibt festzuhalten, dass die berechtigten Forderungen der Beschäftigten schon lange nicht mehr auf eine so strikte und wenig von Wertschätzung geprägte und ablehnende Haltung der Arbeitgeber gestoßen sind.

Umso mehr hat mich die große Solidarität und das Engagement unter den Beschäftigten beeindruckt! Unsere Protestaktionen haben bayern- und deutschlandweit deutliche Zeichen gesetzt. Und es waren nicht nur die Tarifbeschäftigten des TVöD, die auf der Straße zu finden waren. Wir haben gemeinsam deutlich gemacht, dass es immer um den öffentlichen Dienst insgesamt geht.

Die aktuellen Verhandlungen zeigen: Die Zeiten werden rauer. Umso wichtiger, geschlossen und entschieden aufzutreten. Es geht nie nur um diesen einen Tarifvertrag. Es geht immer um unser aller Beschäftigungsbedingungen. Der TVöD gibt die Richtschnur für die Landesbeschäftigten des TV-L vor und dieser wiederum wird bei der Ausarbeitung der Besoldungs- und Versorgungsanpassung als Ausgangslage herangezogen. Und ja, wir wollen weder einen Besoldungs- noch einen Entgeltwettkampf. Aber wir wollen faire Arbeitsbedingungen für alle! Richtig also, dass wir alle dafür auf die Straße gehen! Gemeinsam!

Wir werden sehen, wie sich die aktuellen Tarifverhandlungen weiterentwickeln. Jetzt muss sich zunächst der dbb mit den Vorschlägen der Schlichter auseinandersetzen. Findet sich damit eine Einigung, oder müssen wir weiter für unsere Rechte einstehen?

Ein bisschen weiter in die Zukunft möchten wir ab jetzt mit dem Futurologen Max Thinius blicken. Als öffentlicher Dienst nehmen wir – mit anderen Institutionen natürlich – eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung unserer zukünftigen Welt ein. Aber auch jeder einzelne von uns hat es selbst in der Hand, wie wir unser engeres und weiteres Umfeld, und damit auch die Gesellschaft gestalten. Und ganz wichtig: Auch der menschliche Aspekt muss in den Fokus rücken! Max Thinius wird uns auch die kommenden Wochen und Monaten begleiten. Sie haben jederzeit die Möglichkeit uns Ihre Anregungen, Fragen, oder auch Herausforderungen zu übermitteln. Wir leiten alles an ihn weiter. Die Antworten finden Sie dann auf unserem Instagram-Account!

Politisch gesehen, steht hier in Bayern die Verabschiedung des Nachtragshaushalts an. Nachdem, was sich bisher abzeichnet, hätten uns an der ein oder anderen Stelle ein wenig – aus unserer Sicht – vorteilhaftere Regelungen gewünscht. Insbesondere das berufliche Fortkommen erfordert mehr Aufmerksamkeit. Auch der öffentliche Dienst hier in Bayern erwartet die Wertschätzung der Politik. Wir bleiben im Gespräch!

Auf Bundesebene steht aktuell die Besetzung der relevanten Posten noch aus. Wir bleiben auch hier mit den für uns im Freistaat wichtigen Ansprechpartnern in Kontakt. Und sobald die Sprecher in den für uns wichtigen Themen feststehen, freuen wir uns auf intensiveren Austausch.

Wir stehen vor Zeiten des Umbruchs. Der öffentliche Dienst muss weiterhin das stabile Fundament des Staatswesens bleiben, seinen Rahmen bilden, sein Gesicht prägen und dafür sorgen, dass Bürgerinnen und Bürger auch künftig auf die Kompetenz und Leistungsfähigkeit der Verwaltung in allen abzudeckenden Bereichen zählen dürfen. Die Zukunft wird uns vermutlich vor einen immer schnelleren Wandel stellen. Aber wir haben die Chance einzugreifen und mitzusteuern. Aber wir brauchen auch Beschäftigungsbedingungen, die uns das ermöglichen!

In diesem Sinne verbleibe ich mit 
 

Rainer Nachtigall
Vorsitzender
Bayerischer Beamtenbund e.V.

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Was sind eure Gedanken und Gefühle zur Zukunft? Wie geht es euch mit diesem ­Thema, was beschäftigt euch – beruflich und privat?

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Wir freuen uns, wenn ihr an unserer Online-Umfrage teilnehmt, zu der ihr direkt über diesen Link kommt – alle Infos findet ihr aber auch unter www.bbb-bayern.de oder 
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Vielen Dank!