Anlass war der bevorstehende 77. Geburtstag des Grundgesetzes: Am 21. Mai 2026 kamen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus Greding und der Region zusammen, um die Verfassung als tragendes Fundament des gesellschaftlichen Zusammenhalts zu würdigen. Nach dem Festakt im Rathaus mit Grußworten und einem von BR-Moderator Florian Kienast geleiteten Podiumsgespräch – unter anderem mit Bündnissprecher und Landesbischof Christian Kopp sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Bildung, Sozialarbeit und Demokratieförderung der Region – öffnete sich die Veranstaltung für die Öffentlichkeit auf dem Gredinger Marktplatz.
Zahlreiche Vereine, Organisationen und Initiativen beteiligten sich dort mit Informationsständen, Mitmachangeboten und musikalischen Beiträgen. Die „Tafeln der Begegnung“ boten Gelegenheit zum Austausch und machten deutlich, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt vom persönlichen Miteinander und vom Engagement vieler lebt.
Mit dem Jahresthema „Mehr #miteinandern – Gesellschaftlicher Zusammenhalt in herausfordernden Zeiten“ setzt das Bayerische Bündnis für Toleranz in den Jahren 2026 und 2027 einen inhaltlichen Schwerpunkt auf die Stärkung des demokratischen Miteinanders. Im Mittelpunkt stehen die Förderung von Dialog und Begegnung, die Sichtbarmachung zivilgesellschaftlichen Engagements sowie die Frage, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt in einer pluralen Gesellschaft nachhaltig gestärkt werden kann. Der Auftakt in Greding markiert zugleich den Beginn von insgesamt sieben Regionalkonferenzen, die das Bündnis gemeinsam mit dem Landesverein für Heimatpflege in den kommenden beiden Jahren in ganz Bayern durchführt.
Das Bayerische Bündnis für Toleranz – Demokratie und Menschenwürde schützen wurde 2005 auf Initiative der beiden großen christlichen Kirchen, der Jüdischen Gemeinden, des Bayerischen Innenministeriums und des DGB Bayern gegründet, nachdem ein Bombenanschlag auf die Grundsteinlegung der Synagoge am Münchner Jakobsplatz vereitelt worden war. Es versteht sich seither als Schnittstelle zwischen staatlichen, zivilgesellschaftlichen und religionsgemeinschaftlichen Akteuren mit dem Ziel, Demokratie und Menschenwürde zu stärken sowie Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus entgegenzutreten. Mitglied werden können bayernweit tätige Organisationen, die sich selbst verpflichten, entsprechendes Gedankengut in den eigenen Reihen nicht zu dulden. Mit inzwischen 108 Mitgliedern – darunter Kirchen, Staatsministerien, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände, Stiftungen und Hilfsorganisationen – gilt das Bündnis als Bayerns größtes Netzwerk in diesem Bereich und befindet sich weiter auf Wachstumskurs. Sprecher des Bündnisses ist der evangelische Landesbischof Christian Kopp.
Der Bayerische Beamtenbund (BBB) ist Mitglied des Bayerischen Bündnisses für Toleranz und unterstützt dessen Einsatz für Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Dieser Artikel ist nur für Mitglieder verfügbar
Um den vollständigen Artikel lesen zu können, müssen Sie sich bitte anmelden oder registrieren.