
Auf der sechsten Regionalkonferenz des dbb tauschten sich am 17. September die Mitglieder der Fachgewerkschaften, darunter auch Vertreter dbbjb, zum sechsten Mal über mögliche Forderungen in der anstehenden Einkommensrunde (TV-L) 25/26 aus.
Die Veranstaltung markierte nach Köln, Mainz, Leipzig, Hamburg und Stuttgart nunmehr den Abschluss der Regionalkonferenzen, die für den dbb zur Vorbereitung der kommenden Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder gehört. Die kommende Einkommensrunde findet in einem Klima zunehmender Angriffe auf das Berufsbeamtentum und den öffentlichen Dienst statt. Nachdem Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) mit ihrem Vorschlag, Beamte zwangsweise in das Rentensystem einzubeziehen, unlängst für Unmut sorgte, kündigte Ministerpräsident Söder bereits am 18. September die Streichung von bis zu 10.000 Stellen im öffentlichen Dienst bis 2040 an. Dabei ist der Fachkräftemangel im Öffentlichen Dienst heute schon kaum mehr zu übersehen. Hier bedarf es dringend einer deutlichen Gegenkorrektur, machten dbb Bundesvorsitzender Volker Geyer, Fachvorstand Tarif Andreas Hemsing sowie BBB Vorsitzender Rainer Nachtigall klar: Um die Leistungsfähigkeit des Öffentlichen Dienstes auf Dauer zu gewährleisten, muss dessen Attraktivität steigen - andernfalls ließen sich Fachkräfte nicht mehr halten und nicht genügend neue Talente auf dem Arbeitsmarkt gewinnen.
Die finale Forderungsfindung erfolgt Mitte November in Berlin, die Auftaktrunde beginnt bereits kurz darauf, am 3. Dezember, gefolgt von der zweiten Runde am 15. Und 16. Januar sowie der Abschlussrunde vom 11. Bis 13. Februar. Zwischen den Runden liegen die Aktionsphasen, in denen es an uns ist, den Forderungen Nachdruck zu verleihen, Entscheidenden zu demonstrieren, dass wir als Beschäftigte, aber auch als wahlberechtigte Bürger, geschlossen hinter den Forderungen stehen. Die Zahl derjenigen Menschen, die für Aktionen auf die Straße gebracht werden können, macht einen deutlichen Unterschied in der Verhandlung mit der Arbeitgeberseite und hat am Ende auch ihren Anteil am Ergebnis, bestätigten Volker Geyer und Andreas Hemsing mehrfach. Die Gewerkschaften sind ausdrücklich aufgerufen, so viel wie möglich an Aktionen teilzunehmen und Aktionen zu planen. Bei der Umsetzung steht der dbb helfend zu Seite, auch mit Material.