„Antidemokratische und radikale Kräfte klettern seit Jahren in den Umfragen und Wahlergebnissen immer höher, auch bei jungen Wählerinnen und Wählern“, warnt Matthäus Fandrejewski, Vorsitzender der dbb jugend, anlässlich des Internationalen Tags der Demokratie am 15. September 2024. „Die jüngsten Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen – und allen Prognosen nach auch Brandenburg am 22. September – sind ein Weckruf für alle demokratischen Parteien, Organisationen, Akteurinnen und Akteure. Alle müssen sich deutlich mehr anstrengen, die Jugend von den Vorteilen einer funktionalen Demokratie zu überzeugen.“ Denn es sei gerade diese Generation, die über die kommenden Jahrzehnte die Wahlergebnisse und die politische Situation in Deutschland prägen werden.
„Das Timing unserer Veranstaltung könnte daher kaum besser sein“, betont Fandrejewski. „Denn im April 2025 befinden wir uns auf halber Strecke zwischen den letzten Landtagswahlen, der Wahl in den USA sowie der Bundestagswahl. Wir wollen die Plattform des Ideencampus‘ dazu nutzen, um zu diskutieren, wie es um unsere Demokratie steht. Als dbb jugend legen wir einen großen Schwerpunkt auf die Frage, welche Rolle junge Akteurinnen und Akteure der Zivilgesellschaft – zu denen wir gehören – einnehmen, wenn es um den Aufbau einer krisensicheren Demokratie geht.“
Gegen die Müdigkeit und Politikverdrossenheit helfe am besten frischer Wind. „Wir fragen daher auf dem Ideencampus, welche Innovationen für eine moderne Demokratie notwendig sind.“ So stehen beispielsweise Soziale Medien in einem engen Wechselspiel mit den Demokratien des 21. Jahrhunderts. „Der Einfluss dieser Plattformen auf die Demokratie ist beim vierten Ideencampus von hohem Interesse von uns“, erklärt der dbb jugend Chef. „Denn diese Plattformen geben mehr und mehr den Ton an und sind gerade für die Jugend Sprachrohr sowie Informationsquelle zugleich.“