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Was lange währt, wird endlich gut...

Das Karriereportal des Freistaats Bayern

16. Mai 2024 – endlich ist es so weit: Finanzminister Füracker stellt das neue Karriereportal des Freistaats Bayern vor. Das neue Portal „Sei Dabay“ ist der zentrale Zugang für Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst.

Angefangen bei Praktikumsplätzen, über Ausbildungsstellen oder ein duales Studium, sogar ein direkter Berufseinstieg im öffentlichen Dienst ist möglich. Von Finanzamt, IT-Rechenzentrum, Polizei und Schule bis hin zu Forstwirtschaft und Hochschule – die vielseitigen und abwechslungsreichen beruflichen Möglichkeiten des Freistaats Bayern werden hier aufgezeigt. Das Beste daran: Sämtliche Optionen finden sich auf nur einem Portal, langwierige Suchen in einem Wald aus Angeboten gehören damit endlich der Vergangenheit an. Darüber hinaus verfügt das Portal über eine integrierte Stellenbörse als direkte Bewerbungsmöglichkeit.

Dem öffentlichen Dienst des Freistaats Bayern wird damit endlich gegeben, was er schon so lange vermissen ließ: eine übersichtliches Informationsportal mit Stellenbörse für jede Lebenslage potenzieller Bewerber. Endlich werden die vielfältigen Jobangebote, wie auch die gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die attraktiven Arbeitsbedingungen, über welche der Freistaat als Bayerns größter Arbeitgeber verfügt, in den Fokus genommen und aktiv beworben. Ein Blick auf die Website zeigt darüber hinaus, dass mit einem durchdachten Konzept gearbeitet wurde und nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch viel investiert wurde.

Was will man also mehr als ein Portal, das die Stellen und Möglichkeiten beim Freistaat optisch wie inhaltlich ansprechend aufzeigt?

Einziger Wehrmutstropfen ist die Wartezeit, die von der Idee bzw. Notwendigkeit eines solchen Portals bis zu dessen Veröffentlichung vergangen ist. Wer sich schon längere Zeit mit den Themen Nachwuchsgewinnung und Bewerberlage auseinandersetzt, der hat das ressortübergreifende Karriereportal bereits seit mehreren Jahren sehnsüchtig erwartet.

Seit vielen Jahren fordern Gewerkschaften und Personalvertretung eine Intensivierung der Bemühungen bei der Nachwuchswerbung. Seit fast genauso vielen Jahren wird man auf das „bald kommende“ Karriereportal vertröstet. Besonders ärgerlich ist das in Anbetracht der inzwischen sehr kritischen Bewerberlage, sodass es inzwischen längst auf jeden Einzelnen ankommt. Eine zügigere Umsetzung des hoch gelobten Portals wäre demnach nicht nur wünschenswert gewesen, sondern auch dringend notwendig.

Wenn die zeitliche Verzögerung auch etwas Kritik hervorruft, so kann man doch den Freistaat Bayern dafür loben, dass er die Nachwuchsgewinnung endlich professionell und zeitgemäß angeht und damit einen großen Schritt in die richtige Richtung setzt. Man kann also guten Gewissens sagen: Was lange währt, wird endlich gut.