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Bund

Geyer: „Streichungen beim Krankengeld mit uns nicht zu machen“

Eine von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken im vergangenen Jahr eingesetzte Expertenkommission hat 66 Vorschläge zur Reform der gesetzlichen Krankversicherung vorgelegt. Der dbb sieht positive Ansätze, übt aber auch Kritik.

„Der Bund muss dafür sorgen, dass die Krankenkassen für Bürgergeldbeziehende ausreichend Beiträge erhalten“, sagte Volker Geyer, Bundesvorsitzender des dbb, am 31. März 2026 in Berlin. „Positiv ist, dass die Expertenkommission das genauso sieht, offenbar hat eine langjährige Forderung des dbb Gehör gefunden.“

Negativ ist hingegen, dass die Kommission vorschlägt, den Krankengeldzahlbetrag abzusenken. Geyer: „Das ist ein No-Go. Kaum geht es ums Sparen, sucht man reflexartig Möglichkeiten bei den Versicherten, während sich andere eine goldene Nase verdienen. Spielt es denn gar keine Rolle, dass sich alle, die Krankengeld beziehen, bereits in einer äußerst vulnerablen Situation befinden? Das sollte es! An dieser Stelle den Rotstift anzusetzen, ist zutiefst unsolidarisch. Streichungen beim Krankengeld sind mit uns nicht zu machen.“

Viel diskutiert und nicht unumstritten ist der Vorstoß, Ehegatten mit geringem Einkommen aus der beitragsfreien Familienversicherung der GKV zu nehmen. „Wichtig ist vor allem, dass wir erst die erforderlichen Bedingungen schaffen, bevor Betroffene aus der beitragsfreien Familienversicherung genommen werden“, sagte Milanie Kreutz, stellvertretende dbb-Bundesvorsitzende und Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung. „Heißt: Wir müssen zunächst flächendeckend die Voraussetzungen für mehr Erwerbstätigkeit von Frauen schaffen, im Sinne der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf.“

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