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Verband

Jahresversammlung mit Gesprächsrunde

Zur Jahresversammlung lud der Kreisausschussvorsitzende Werner Kundmüller die Vertreter von über 20 BBB-Fachverbänden ein, um in einer offenen Gesprächsrunde mit Stadtrat Franz Wöhrl über die prekäre Haushaltssituation zu diskutieren. Kundmüller informierte als Einstieg in einem Jahresrückblick über die Aktivitäten 2025 im Kreisausschuss mit ausgewählten Fotos und ging bei seiner Anmoderation der Gesprächsrunde auf die Hintergründe der derzeitig schwie­rigen Wirtschaftssituation ein.

Stadtrat Franz Wöhrl, der in Vertretung von Oberbürger­meister Dr. Kern an der Gesprächsrunde teilnahm, nahm Stellung zur Haushaltslage der Stadt. Diese weise ein Haus­halts­defizit und eine chronische Unterfinanzierung in kommen­den Jahren vor. Angesprochen wurden insbesondere die enormen Kostensteigerungen bei verschiedenen Bauten der Stadt, was vielen Bürgern ein Dorn im Auge sei. Dabei wurde vom Stadtrat detailliert erklärt, wie es im Lauf der Jahre zu diesen Kostensteigerungen bei vielen städtischen Bauprojekten kam. Die explodierenden Personalkosten ließen sich durch das Wachstum der Stadt erklären, was viele neue Stellen erforderlich machte, z. B. für Kitas.

Viele Teilnehmer bemerkten kritisch, dass das Haushaltsdefizit so einfach bei den Bürgern eingespart werden solle, z. B. durch Erhöhung der Grundsteuer, Personalabbau, Kürzung kultureller Angebote oder freiwilliger Leistungen für Vereine und ehrenamtliche Tätigkeiten. Einig war man sich am Ende der Diskussion, dass Stadt und Verwaltung verstärkt ihre Hausaufgaben machen müssen und die Entscheidungen für die Bürger nachvollziehbar und transparent sein sollten. Optimismus verbreiten könnten Zukunftsbranchen auf dem IN-Campus, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Entbürokratisierung oder neue Möglichkeiten im Bereich Tourismus. Der Stadtrat appellierte in seinem Schlusswort, Bürger sollten zukünftig mehr Eigenverantwortung übernehmen und sich ihre Freiheit nicht nehmen lassen.

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