Traditionell haben sich die Ausschussvorsitzenden für Fragen des öffentlichen Dienstes im Bayerischen Landtag die Klinke beim BBB-Kreisausschuss Schwandorf in die Hand gegeben. Der eloquente, ungezwungene und freundliche 48-jährige ehemalige Leiter des Schulzentrums Freilassing, Dr. Martin Brunnhuber (links im Bild), ist von der 37-köpfigen Fraktion der FREIEN WÄHLER im Bayerischen Landtag zum Vorsitzenden des Ausschusses für Fragen des öffentlichen Dienstes auserkoren worden. Er kennt sich aus im Schulbereich: von der Ausbildung zu den Revierjägern bis hin zu den Köchen. Der Familienvater, verheiratet mit einer Grundschullehrerin, schafft den Spagat zwischen den Forderungen der Beamten und den Zielen der Staatsregierung. Er war neugierig auf die Fragen der Teilnehmer und beantwortete sie freundlich und aufgeschlossen.
Die fehlenden zusätzlichen Hebungen im Haushalt sieht er kritisch. Dem Leistungsgedanken werde nicht Rechnung getragen. Der Pensionsfond sei mit 4 Milliarden Euro gut aufgestellt und jährlich würden 110 Millionen Euro eingezahlt. Die Forderung des Ministerpräsidenten, 5000 Stellen einzusparen, sieht er nicht so problematisch. Dies würde sich dadurch schon kompensieren, wenn Stellen durch fehlenden Nachwuchs und Pensionen nicht mehr besetzt werden könnten.
Ein Eingangsamt A 10 für den gehobenen Dienst scheitere an der Finanzierung. IT-Fachkräfte bekämen zusätzlich 400 Euro mehr, damit sie nicht in die Privatwirtschaft abwandern. Die Zuhörer freuten sich über das gute Gespräch.