dbb jugend bayern

Der Junge Blick - Die Kolumne der dbbjb

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die aktuellen Überlegungen von Bundesministerin für Arbeit und Soziales Bas zur Einbeziehung der Beamtinnen und Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung sind nicht nur fachlich fragwürdig – sie sind auch ein direkter Angriff auf die Zukunft junger Menschen im öffentlichen Dienst.

Gerade wir als dbb jugend bayern sagen klar: So nicht!

Wer den Generationenvertrag ernst nimmt, darf nicht auf kurzfristige populistische Forderungen setzen, sondern muss langfristig tragfähige Lösungen schaffen. Die Pläne der Ministerin würden das bewährte System der Altersversorgung für Beamtinnen und Beamte zerschlagen – und das mit gravierenden Folgen: für die Leistungsfähigkeit des Staates, für die Attraktivität des öffentlichen Dienstes und insbesondere für junge Menschen, die sich für eine Laufbahn im Staatsdienst entscheiden.

Ein solcher Systembruch bedeutet nicht nur Vertrauensverlust. Er ist auch ein fatales Signal an unsere Generation, die sich mit großem Engagement für das Gemeinwohl einsetzt. Wer heute junge Menschen in die Unsicherheit schickt, darf sich morgen nicht über Nachwuchsmangel und demotivierte Beschäftigte wundern.

Die dbb jugend bayern steht für Verlässlichkeit, für eine starke Altersvorsorge und für einen öffentlichen Dienst, der junge Talente fördert – nicht verprellt. Wir fordern deshalb: Hände weg vom Beamtenstatus und seiner Versorgung! Stattdessen braucht es endlich eine sachliche Debatte über generationengerechte Reformen – mit uns, nicht über uns.

Parallel erleben wir derzeit einen besorgniserregenden gesellschaftlichen Trend: Die Verlässlichkeit des öffentlichen Dienstes wird nicht nur politisch in Frage gestellt – sie gerät zunehmend auch physisch unter Beschuss.

Der mutmaßliche Brandanschlag auf die Reiterstaffel beim Polizeipräsidium München ist ein alarmierendes Beispiel. Gewalt gegen den Staat ist immer auch Gewalt gegen seine Beschäftigten – gegen Menschen, die sich jeden Tag für das Gemeinwohl einsetzen. Unsere uneingeschränkte Solidarität gilt allen Kolleginnen und Kollegen, die davon betroffen sind. Dieser Vorfall zeigt: Die Achtung vor dem öffentlichen Dienst schwindet – politisch, gesellschaftlich und nun auch ganz real.

Vor diesem Hintergrund wirken die Pläne von Bundesministerin Bas geradezu zynisch. 

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern einen schönen Start in den Sommer!

Ihr/Euer

Alexander Seeger

Vorsitzender der dbb jugend bayern